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Kranwagen auf dem Weg zur Arbeit anstatt Schnee und Glatteis

Jeden früh fahre ich um halb sechs auf die Arbeit. Ich arbeite in einem nahegelegenen Altenheim und das schon seit fast dreißig Jahren. Immer die selbe Strecke abfahren bedeutet das für mich. Im Winter muss man immer sehr vorsichtig sein, denn ich fahre vom tiefer gelegenen Tal auf die Höhe. Es sind gut ein paar Hundert Meter Höhenunterschied. Das heißt, dass es bei uns oft weder geschneit hat noch glatt ist, dafür aber dann dort oben scho ganz anders aussehen kann. Zu spüren bekommen haben ich und viele andere das in all den Jahren schon zu oft. Es gehört wohl zum Ablauf dazu. Aber es kann auch sehr unangenehm sein. Ich war immer eine eher vorsichtige und ängstliche Fahrerin, für mich bedeutet das puren Stress und Adrenalin. Man schlittert oft hin und her. Das Heim liegt dann auf der anderen Seite wieder unten. Man muss also durch den Wald und über die rutschige Straße wieder bergab. Ich bin immer sehr froh, wenn ich mit einer meiner Kolleginnen fahren kann, wenn wir zusammen Dienst haben. Das befreit mich immer sehr von meinen Ängsten. Habe das Gefühl, dass die anderen einen sicheren Fahrstil haben als ich. Kann sein dass dies nur Einbildung ist. Nun haben wir ein anderes Problem seit neuestem.

Vor Baustelle mit großem Kranwagen warten oder doch lieber den Waldweg nehemen?

Seit kurzem gibt es auf dem Weg zur Arbeit eine große Baustelle. Die Rohre werden erneuert und es wird wohl eine längere Zeit dauern, bis dass die Straße komplett fertig ist, habe ich mir sagen lassen. Das bedeutet nun eine andere Hürde. Man steht sehr lange an der Baustellenampel und kann dort getrost mal 10 Minuten Wartezeit einberechnen. Das stört mich sehr und ich habe mir überlegt, eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen wenn es befahrbar ist. Gut dass wir nun schon Frühjahr haben. Das heißt, dass es dann um die Uhrzeit früh nicht mehr ganz so dunkel ist. Wenn ich den Waldweg nehme, muss ich auch zehn Minuten länger einplanen, da ich langsamer und einen Umweg fahren muss. Also habe ich mich dazu entschlossen, einfach an der Ampel zu warten und geduldig zu sein.

Anderen beim Arbeiten zusehen

Nun habe ich mich nach mittlerweile drei Wochen an den Umstand gewöhnt. Früh geht es noch einigermaßen, da ich zu den ersten gehörte, die zur Arbeit fährt. Mittags dann auf der Heimfahrt schaue ich dem Arbeiter im Kranwagen zu, wie er seine Arbeit verrichtet. Es ist faszinierend, wie gut er mit dem Kranwagen disponiert.